Zacapa Centenario Black Label Bastflasche

Eine 2003 herausgegebrachte limitierte Edición Conmemorativa, mindestens volle 23 Jahre gereift und geblendet aus den besten Fässern der Destillerie.

Alle Aromen sind eine Spur kräftiger ausgeprägt (als alle alten Abfüllungen), er erscheint nicht ganz so süß. Ein Traum!

Das ist der beste Zacapa von allen!

 

Ehrlicherweise muss ich sagen, dass ich mittlerweile trockene Single Barrel Abfüllungen um einiges faszinierender finde. Das ist aber ein langjähriger Prozess mit viel Probieren. Am Anfang hätten mir diese trockenen sicher nicht gefallen.

Zum Thema Zucker. Zugesetzte Süße rundet ab, macht weich, nimmt die Alkoholschärfe, verstärkt die süßen Aromen wie Kakao, Karamell, Trockenfrüchte, und intensiviert etwas den Nachklang. Man kann sagen, der Rum wird geschönt, eigentlich unfair gegenüber einem ehrlichen traditionellen Hersteller. Ein Rum in Perfektion ist würzig, vielschichtig, elegant, nicht scharf, hat ein langen Nachklang, macht Spaß – und das ganz ohne Zugabe von Zucker.

Wenn man länger verkostet, merkt man aber schon, ob Disharmonie mit Zucker überdeckt werden soll oder die Qualität wirklich gut ist.

Noch etwas zum Thema Solera. Diese Herstellungsmethode ist an sich nichts schlechtes. Es ist spannend erfordert sogar Feingefühl zum richtigen Blending. Früher wurden sogar Soleras hergestellt, an dem das angegebene Alter das jüngste Destillat ist. Auch wurden früher ein höherer Anteil an alten Destillaten der Komposition beigegeben. Aber irgendwann, wenn die Nachfrage steigt, gehen diese alten gereiften Destillate zur Neige und die einzelnen Komponenten werden jünger; mit nur einem kleinen Teil alter Destillate. Und da dadurch die Komplexität und die feinen Nuancen (etwas) verloren gehen, hat Solera einen negativen Beigeschmack.

 

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