Die zu Afrika gehörende Insel entstand durch vulkanische Aktivitäten unterwasser. Die Böden bestehen daher aus schroffem Vulkangestein und sind äußerst fruchtbar. Für die Mauritianer ist die Erde ganz normal, rötlich eben. Mauritius ist eine Insel des Zuckerrohrs, 90 Prozent der Nutzfläche ist damit bedeckt. Demerara ist der Inbegriff und Überbegriff von Zucker aus Mauritius. Der Name Demerara stammt aus der Zeit, als die Niederländer die gleichnamige Kolonie in Guyana hatten, wo der Zucker zunächst produziert wurde. Die ersten, die Mauritius besiedelten, waren die Niederländer, es liegt somit auf der Hand, dass sie die spezielle Art der Herstellung (große Kristalle und 2-3% Melassegehalt) und auch den Namen nach Mauritius mitnahmen. Nach den Niederländern eroberten die Franzosen und danach die Briten die Insel. Deshalb sind neben dem kreolisch auch englisch und französisch die offiziellen Sprachen. Zum bunten Mix kommen afrikanische, indische Einflüsse und natürlich die kreolischen hinzu. Bei einer Inselrundfahrt fällt das sofort auf. Zurück zum Zuckerrohr. Die schönen Plantagen - und Bananenhaine - sollte man sich beim Besuch nicht entgehen lassen. Im L'Aventure du Sucre in Pamplemousses kann man sich für die Geschichte des Zuckerrohrs interessieren und uns ist gar nicht bewusst, dass alleine auf dieser Insel mindestens 12 bedeutsame Zuckerrohrarten wachsen. Wenn wir nachdenken, fällt uns gerade mal der helle und der dunkle Muscovado ein. Da das Zuckerrohr in Mauritius hauptsächlich für die Zuckerproduktion verwendet wurde, ist die Rumherstellung aus Melasse hier die eher ursprüngliche. Der Großteil wurde/wird auch aus Melasse hergestellt. Bevor Chamarel eröffnet wurde, kannte ich nur den weißen St. Aubin im Agricole-Stil. Die hohen Zuckerrohr-Qualitäten und der immer noch große französische Einfluss lassen aber hervorragende Agricoles vermuten. Und gottseidank gibt es Chamarel.